Der HERR schaut vom Himmel und sieht alle Menschenkinder (Ps 33,13)
Und er ist nicht nur im Himmel geblieben. Die Liebe wurde Mensch. Das feiern wir jedes Jahr zu Weihnachten und bereiten uns darauf in der Adventszeit vor. Doch da lenkt uns immer wieder gerade auch in dieser Zeit etwas ab. Manche müssen sich sogar mit schlimmsten Dingen auseinandersetzen, die mit Liebe ganz und gar nicht vereinbar sind. Und doch könnten alle Menschen in dieser Mensch gewordenen Liebe, Jesus von Nazareth, alles finden, was sie zur Lebensführung brauchen: Orientierung, Halt, Ermahnung, Grenzen, Ermutigung, Wohlgeruch, Gemeinschaft – Liebe.
Der Religionskurs der 6a von Frau Güttler inszenierte, wie der Teufel die Hirten auf ihrem Weg zur Krippe ablenken wollte. Die mexikanische Erzählung zeigte, wie dieser Master of Desaster immer wieder ein Ankommen bei Gott blockieren will. Es sind immer wieder die Sorgen, aber auch Freuden des Alltags, die einen vom Fokus auf das Wesentliche, die Liebe, temporär abbringen können.
In den Duft von Weihnachten nahm Frau Pastorin Magnussen die siebten und achten Klassen mit. Plätzchen duften z.B. lecker. Auch die drei Weisen aus dem Morgenland brachten wohlriechende Spezereien zur Geburt Jesu mit. Trotz Stallgeruchs duftete es aber insgesamt nach Liebe. Das merke sich die Nase wie ein „USB“-Stick, auch wenn es Momente gebe, in denen einem alles stinke und Gott fern oder fort scheine. Dennoch sei er da: im Trösten, im Helfen, im Dasein für andere.
Dazu rief der Religionskurs 11 von Frau Walter in der Andacht für die Jgg. 11-13 auf: Femizide, Gewalt gegen Frauen allgemein bedeuten Finsternis, in die hinein Jesus mit seinem Licht kommen könne. Wir seien aufgerufen, Licht zu sein. D.h. nicht wegzusehen, sondern zu handeln: für die Frauen, die weniger als alle vier Minuten partnerschaftliche Gewalt erlebten. Am Beispiel einer Frau, „Anne“, zeigt der Kurs, wie es gelingen könne, aus einer Ehe, die von permanenter Unterdrückung und Gewalt bestimmt sei, mit Hilfe des „Umfeldes“ zu entkommen, und dass dann eine neue Ehe glücklicher werden könne.
"Der HERR schaut vom Himmel und sieht alle Menschenkinder …" (Ps 33,13ff.). Das war die Lesung des Religionskurses von Herrn Riege in der Andacht der Jgg. 9/10. Weihnachten sei ein Angebot für uns Menschen. Aber es gebe viele Möglichkeiten damit umzugehen. Es gebe verschiedene Familienkulturen, Weihnachten zu begehen: gemütlich, besinnlich, geistlich oder auch gar nicht. Am Ende gab es noch als give-away den Weihnachtsgruß in etlichen Sprachen. Denn der Herr sehe alle Menschenkinder und lasse sie grüßen.
Musikalisch gab es wieder viel Abwechslung. Mit „So far away“ sorgte Schonebecks erneut stimmgewaltige Oberstufenband für Atmosphäre. Stimme und Gitarrensolo, untermalt von Bass und Schlagzeug, beeindruckten besonders. Unter der ausdrucksstarken Klavierbegleitung von Frau Janikashvili kamen der Oberstufenchor von Frau Grundmeier mit „Carol Of The Bells“, mit „Somewhere In My Memory“ und mit „Ding! Dong! Merrily On High“ gut an. Engelschören gleiche Stimmen verzauberten hier die Zuhörer wie der Nachwuchschor von Herrn Blohmer mit „Come And Blow, Winter Wind“ und „Santa Claus Is Coming To Town“, unter Gitarrenbegleitung. Last, but not least überzeugte das Debut des Bläserkreises unter der neuen Leitung von Frau Schicklenk. Mit „Macht hoch die Tür“ und „O du fröhliche“ bzw. „Tochter Zion“ gab er den klassischen Rahmen einer adventlichen Weihnachtsandacht. Aber auch „Hark! The Herald Angels Sing“, „Mary's Boy Child“ sowie „Gloria in excelsis Deo“ durften nicht fehlen. Symbolisch stark untermalte das Lied „Das Licht einer Kerze“ den Charakter von Weihnachten, am Klavier Frau Janikashvili.
Den Segen spendeten Frau Pastorin Magnussen und Herr Diakon Spanehl. Die zwei ließen es sich auch wieder nicht nehmen, das Gehörte noch einmal zu vertiefen. Herr Spanehl ermutigte z.B. dazu, als „Licht der Welt“ (Mt 5,14) Verantwortung zur Gestaltung dieser Welt zu übernehmen. Frau Magnussen wünschte uns i.S. des Duftes von Weihnachten, die Feiertage entsprechend zu erleben. Gebetet wurde das Vaterunser sowie Fürbitten. Diese galten besonders den Menschen, die unter Gewalt in unserem Lande zu leiden haben, namentlich Kinder und Frauen.
Die Kollekte, eingeleitet vom Gemeindegesang „O, du fröhliche“ unter Begleitung des Bläserkreises, erbrachte am Ausgang 129,45 € für den Guten Hirten.
Wir sind schon gespannt, was das nächste Jahr zu hören, zu sehen, zu klagen, aber v.a. zu hoffen und zu feiern sein wird!
Bernd Voigt



