Neue Mensa für das Gymnasium
„Himmelsthür bekommt Schulmensa “Stadt trägt ein Drittel der Baukosten / Zwei Schulen profitieren - die Hauptschule aber nicht© HAZ 24.11.12009 |
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| Himmelsthür (hei/ha). Die Mensa für das Schulzentrum Himmelsthür kann kommen: Stadt und Landkreis haben sich über die Aufteilung der Kosten geeinigt. Nach der Vereinbarung sollen lediglich Gymnasiasten und Realschüler die Mensa nutzen, nicht aber die Hauptschüler. In der steht jedoch auch, dass von den städtischen Schulen ausschließlich die Realschule ihre Schüler zum Mittagessen schicken darf. Auf Wunsch der Stadt sei das für die Geschwister-Scholl-Schule nicht vorgesehen, sagte Kreis-Schuldezernent Helfried Basse gestern Nachmittag im Schulausschuss des Landkreises. „Es gibt für die Hauptschule eine Einstiegsklausel, aber die Stadt will erst einmal die weitere Schulentwicklung abwarten sagte Basse. Wenn aber ein Hauptschüler komme, werde der nicht zurückgewiesen“. Von der Stadt war gestern keine Stellungnahme zu erhalten. Für die Mensa hat das Hildesheimer Architektenbüro Eigen-Art einen eingeschossigen Bau mit begrüntem Flachdach entworfen. Auf etwa einem Drittel der Fläche soll ein Obergeschoss aufgesetzt werden. 280 Quadratmeter Fläche entstehen und genug Sitzplätze, um nacheinander in drei Durchgängen 220 Schüler satt zu bekommen. Der Platz für die Küche ist knapp. Gekocht werden soll dort nicht, eine Cateringfirma wird das Essen anliefern. Alles andere, das machte der Lehrer Dr. Harald Schricker vom Gymnasium deutlich, sei auch für eine Schule nicht zu leisten - schon das Kassieren des Essensgeldes sei eine enorme Belastung. Die Mensa, das erklärte Manfred Marquardt vom Büro Eigen-Art, müsse jedoch keinesfalls nur von 11 bis 14 Uhr genutzt werden. „Da könnten sich schon morgens um acht Uhr Schüler mit einem Milchshake und einem Brötchen auf den Unterricht vorbereiten“, sagte der Architekt den Schulpolitikerin des Kreises. Abends seien auch Vorträge und Filme denkbar. Daran hat bereits der Ortsrat großes Interesse gezeigt. In der Vorwoche ließ sich das Gremium die Pläne vorstellen und stimmte der notwendigen Änderung des Bebauungsplanes zu. Den Schlüssel für den Neubau, das kündigte Schuldezernent Basse gestern an, verwaltet das Gymnasium Himmelsthür. Und das kann auch den Raum im Obergeschoss gut gebrauchen, etwa für Besprechungen. Für trockenen Zugang auch bei Novemberwetter gibt es einen kleinen Gang, der auf Höhe des ersten Stockwerks Schule und Mensa verbindet. Im März oder April sollen die Bauarbeiten beginnen. Weil Konjunkturpaketmittel des Bundes fließen, drängt die Zeit: Bis Ende 2010 muss die neue Mensa stehen. |
ergänzender Artikel in der HAZ vom 26.11.2009 © HAZ "Auch Hauptschüler sollen essen" Himmelsthür (hei). Die Stadtverwaltung will, dass in der geplanten Himmelsthürer Mensa von Anfang an auch die Hauptschüler der Geschwister-Scholl-Schule essen können. Das sagte Fachbereichsleiterin Martina Donat gestern. Dieser Punkt müsse allerdings noch in eine Vereinbarung aufgenommen werden, über die Stadt und Landkreis derzeit verhandeln. Im Entwurf ist ausschließlich von Realschülern und Gymnasiasten die Rede, für die Hauptschule gibt es lediglich eine Einstiegsklausel für später (diese Zeitung berichtete). „Uns liegt ein Formulierungsvorschlag des Landkreises vor, den wir in den Gesprächen noch abändern müssen", sagte Donat. Die Stadt habe in allen Gesprächen jederzeit vertreten, dass die Mensa die Schüler aller drei Schulen versorgen müsse. Dass sich das im Vertragsentwurf nicht wiederfindet, liegt offenbar an der geplanten Aufteilung der Baukosten zwischen Stadt und Kreis. Beide Seiten seien sich einig, sagte Donat, dass für die Berechnung der Summen lediglich die Realschüler und die Gymnasiasten berücksichtigt werden sollen. Nach dem Größenverhältnis der Schulen übernimmt die Stadt mit 425 000 Euro rund 29 Prozent der Kosten. Den Hauptteil von einer knappen Million Euro trägt der Landkreis, Das Ziel sei dennoch klar, betonte Donat: „Jeder Schüler, der dort essen will, soll das auch können." |
