HIMMELSTHÜR. An sich ist den frechen kleinen Sternschnuppen alles schnuppe, sie lassen sich nicht so leicht erschrecken. Aber dieses geheimnisvolle Schwarze Loch, das da durch die Galaxis schleicht, macht sogar ihnen Angst. Schließlich wird so ein Stern zwar locker zehn Milliarden Jahre alt, aber er möchte auch dann nicht unbedingt verschlungen werden. Aber so ist nun mal der Lauf der Dinge.
Bis sich das Schwarze Loch ausgerechnet den kleinsten Planeten Pluto ausgesucht hat, um dem eine kostbare Kristallkugel, ein Geschenk, zu stehlen. Da ist es mit der Geduld der Sternengemeinde vorbei. Sterne, Schnuppen und Planeten halten Kriegsrat und hecken einen Plan aus, in dem der rasend schnelle Komet XXL eine ebenso wichtige Rolle spielt wie die wunderschöne Venus, die immer für ein Ablenkungsmanöver gut ist. Kunterbunt, ganz im Stil der 60er Jahre, führen die Fünft- und Sechstklässler des Gymnasiums Himmelsthür das leicht psychedelische Musical „Leben im All“ auf. Die Lehrer Elisabeth Rolf, Rosemarie Schinzel, Silke Schütte und Thomas Schonebeck haben die Vorlage von Gerhard A. Meyer vorsichtig an das Schulfest des Gymnasiums Himmelsthür angepasst. Inka Itjes schneiderte mit ihrer 6b die Kostüme, Cornelia Kramer-Babetzke studierte die Tänze ein.
60 Mitwirkende aus der Musical-Arbeitsgemeinschaft, darunter sogar ein paar Jungs, wirbeln über die Bühne oder begleiten das Geschehen dort mit Gesang. Für Musik sorgen die „Schrägen Typen“ (so heißt die Schulband aus den Klassen 7 bis 10). Und die werden ganz schön gefordert, wirbeln doch die Musikstile ebenso bunt durcheinander wie die kleinen Sternschnuppen. Da gibt es Rockiges ebenso zu hören wie wunderschöne Melodien.
Wer noch nie eine Sonne Tango tanzen sah oder einen gleißenden Saturn beobachtete, der sich über seinen neuen Ring freut, der ist als Zuschauer im Weltall genau richtig.
Wie sind die Himmelsthürer auf das Thema Schwarzes Loch gekommen? Ganz einfach: Die Löcher gibt es zwar schon seit Milliarden von Jahren, aber die Bezeichnung dafür, „Schwarzes Loch“, prägte der US-Astronom John Archibald Wheeler erst vor genau 40 Jahren, 1968. Just in dem Jahr, in dem das Gymnasium Himmelsthür gegründet wurde. Das feiert jetzt Geburtstag, das Schwarze Loch Namenstag. Passt.
Aufführungen am Sonnabend, 5. Juli, um 10.30 und um 14 Uhr in der Aula des Schulzentrums Himmelsthür, Eintritt frei.
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