Himmelsthür (ph). Stelzenlauf und Mathe-Rallye, Eröffnung der „Mobilen Bildungsbox“ und Stöbern im Teich – das Gymnasium Himmelsthür feierte 40-jähriges Bestehen. Teil eins.
Svenja und Leonie holen eine Wasserprobe aus dem Schulteich und bereiten das Präparat fürs Mikroskop vor. Die Besucher schauen durch und wundern sich: Wimmelndes Leben zwischen Schilf und Steg. Wimmelndes Leben auch im Gymnasium Himmelsthür: Das hatte am Sonnabend zum Tag der Offenen Tür eingeladen, alle Klassen stellten sich vor und die Schule feierte sich selbst. Seit 40 Jahren gibt es das Gymnasium des Landkreises, früher an der Fohlenkoppel, heute Jahnstraße. Seitdem heißt es „Gymnasium Himmelsthür“, was die Klasse 8C2 etwas eintönig fand. Sie suchte unter den Besuchern des Festes am Sonnabend einen neuen Namen _ und fand überwiegend Zustimmung dafür, den alten Namen zu behalten. Adolf Grimme wurde vorgeschlagen und auch Fohlenkoppel, aber die meisten waren gegen eine Neubenennung. So spielt eben das Leben. Ein gleichnamiges Spiel gab es auch, und wer Fragen wie „Wer ist Euromameister geworden? beantworten konnte, kam im Leben weiter. Draußen duftete es vom Grill, das Rote Kreuz schminkte lebensecht aussehende Wunden, es gab allerlei Sportangebote und Römisches Alltagsleben zu sehen. Vor allem aber wurden die Ergebnisse der Projektwoche „Von Himmelsthür in die Welt“ vorgestellt. Das reicht vom Patenkind in Kenia bis zu unterschiedlichen Schulsystemen. Viel Applaus gab es für das Musical „Laben im All“, das die Anfangsklassen aufführten (diese Zeitung berichtete).
Allgemein bewundert wurde in der Pausenhalle das Foto, das alle Schüler der Schule zeigt, aufgebaut in Form des hier zu sehenden Schriftzuges. Die Geschichte dazu: Ein Mathematik-Leistungskurs mit dem Lehrer Dr. Holger Schütte hat den Platz präzise ausgemessen, dabei die Verzerrung durch die Höhe der Drehleiter (30 Meter) ebenso berechnet wie die Tatsache, dass nicht alle Schüler gerade stehen und sehr unterschiedlich groß sind. Dann wurden die mehr als 1300 Schüler aufgeteilt, von den Zwölftklässlern aufgebaut, und hielten eisern mehr als 20 Minuten im Sonnenschein aus. Nach der ganzen logistischen Vorbereitung standen Gerd Günther und Rainer Kronisch in luftiger Höhe und schossen ein Foto nach dem anderen. Und als letztes eines, das die Schüler zeigt, wie sie in alle Richtungen auseinander laufen.
Der zweite Teil des Schuljubiläums wird nach den Ferien begangen.
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