Das Schulprogramm


1 Ein Schulprogramm für das Gymnasium Himmelsthür [Georg Lauter]

Einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur eigenverantwortlichen Schule ging die Gesamtkonferenz des Gymnasiums Himmelsthür am Donnerstag, dem 05. Juli 2007, mit der Verabschiedung des Schulprogramms. In einjähriger Arbeit hatte eine Gruppe aus Herrn Gehrz, Herrn Günter, Herrn Hotopp, Herrn Lauter, Frau Lindemann, Herrn Dr. Patak, Miriam Rausch (Jg. 12) und Herrn Rode den Beschluss vorbereitet. Diese AG Schulprogramm wurde von vielen Kollegen und Kolleginnen sowie Eltern – und Schülervertretern mit Beiträgen zu einzelnen Themen unterstützt.

Laut „Orientierungsrahmen Schulqualität in Niedersachen“ ist die „Verständigung über ein Leitbild und über Ziele und Strategien der Schulentwicklung in einem Schulprogramm Grundlage der Entwicklung einer Schule und ein Kriterium für die Feststellung ihrer Qualität.“

Im Vordergrund der Schulprogrammarbeit stehen also neben der Frage „Wie sieht man uns?“ vor allem die Fragen „Wie sehen wir uns selber?“, „Wohin wollen wir?“ und „Wie können wir diese Ziele erreichen?“.

Dem entspricht die Gliederung unseres Schulprogramms:
Im ersten Teil wird die Situation der Schule geschildert (räumliche Lage, Geschichte, Umfeld, Schülerschaft, Traditionen, Besonderheiten).
Der zweite Teil soll die Frage klären, was – bezogen auf die im ersten Teil beschriebene Situation – das pädagogische Leitbild des Gymnasiums Himmelsthür ist. Diese Grundorientierung wird u.a. in den Unterabschnitten „Unterrichtskonzepte“ (allgemein und jeweils in den fünf Profilen), „Förderung des sozialen Lernens“, „Differenzierung und Förderung“, „Öffnung der Schule und Kooperation“, „Berufs – und Arbeitsweltorientierung“ usw. beschrieben.
Der dritte Teil blickt in die Zukunft und antwortet auf die Fragen danach, welche pädagogisch relevanten Entwicklungsziele die Schule für ihre Arbeit anstrebt und wie diese Ziele erreicht werden können.

Insgesamt sind auf diese Weise 24 Seiten zusammengekommen, die nun allerdings von Schulvorstand und Gesamtkonferenz kontinuierlich darauf überprüft werden müssen, ob sie die Schule weiterhin zutreffend beschreiben, ob die pädagogischen Leitsätze tragfähig sind und ob die vom Schulprogramm gesteckten Ziele erreicht werden konnten.

Der folgende Auszug aus dem zweiten Teil soll anhand der ersten Seite zum Thema „Förderung des sozialen Lernens“ einen Eindruck von Inhalten und Gestaltung des Schulprogramms geben:

2 Förderung sozialen Lernens und Werteerziehung; schul – und
klassenbezogene Regeln

Voraussetzung für den Erfolg unserer Unterrichtskonzepte ist eine positive Lern – und Arbeitsatmosphäre, die es allen Lernenden und Lehrenden sowie den Mitarbeitern erlaubt, sich im Gymnasium Himmelsthür wohl zu fühlen. Diese Atmosphäre soll von Toleranz, Freundlichkeit und Rücksichtnahme geprägt sein sowie von der Bereitschaft, Verantwortung für sich und die Schulgemeinschaft zu übernehmen und die unterschiedlichen Fähigkeiten des Einzelnen wahrzunehmen und wertzuschätzen.

2.1 Schulvereinbarung
Grundlage hierfür ist die Schulvereinbarung, die bei der Einschulung vom Schulleiter und jedem Schüler und jeder Schülerin getroffen und alle zwei Jahre anlässlich des Wechsels der Klassenleitung erneuert wird:


Gymnasium Himmelsthür - Schulvereinbarung

Wir sehen das Gymnasium Himmelsthür als Lerngemeinschaft und Lebensraum, worin jeder Einzelne folgendes Selbstverständnis teilt:

1. Ich begegne allen in der Schule – jüngeren und älteren Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – mit Freundlichkeit, Rücksicht, Toleranz und Verständnis.
Ich behandle andere so gut, wie auch ich behandelt werden möchte, damit sich in unserer Schule alle wohlfühlen können.
Ich bin bereit, die Lern- und Förderangebote meiner Schule nach Kräften zu nutzen, mich und andere mit meinen Leistungen voranzubringen und Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen. Ich setze mich in und außerhalb meiner Schule aktiv für diese Werte ein.

2. Ich bin bereit, dennoch entstehende Konflikte gewaltfrei und evtl. mithilfe Dritter in gegenseitigem Respekt zu bearbeiten und zu einer Lösung zu führen.
Ich weiß, dass ich die Hilfe der Lehrkräfte, der Mitarbeiter des „Öhrchens“, der Konfliktlotsen oder der anderen Mitarbeiter der Schule in Anspruch nehmen kann.

3. Ich biete meine Hilfe und Unterstützung an, wenn andere diese benötigen.

4. Ich gehe mit den Einrichtungen der Schule und den Unterrichtsmaterialien schonend um.

5. Ich verhalte mich im Schulgebäude so, dass konzentriertes Arbeiten und erholsame Pausen für alle möglich sind. Näheres regelt die Schulordnung, die ich in allen Punkten anerkenne.
Wenn ich gegen sie verstoße, bin ich bereit, die Konsequenzen des Fehlverhaltens zu tragen.