Kooperationsvertrag 2005

"Die richtige Arbeit beginnt erst jetzt"
© Hildesheimer Allgemeine vom 07.06.2005

Kooperationsvertrag unter Dach und Fach

Hildesheim (tbr). Erst wurde gearbeitet, dann klirrten die Sektgläser. Wobei die Arbeit nicht in Stress ausartete. Es war durchaus ein kleiner historischer Moment im Lehrerzimmer des Gymnasiums Himmelsthür, als Schulleiter Jürgen Volpert sowie die Vertreter niedersächsischer Sportverbände und Hildesheimer Vereine ihre Unterschrift unter einen Kooperationsvertrag setzten. Damit wurde eine enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Institutionen besiegelt.

Partnerschule des Leistungssports und des Landessportbundes ist das Gymnasium bereits seit längerem. In sogenannten „Sportklassen“ erhalten die Schüler ab der fünften Jahrgangsstufe zwei zusätzliche Stunden Sportunterricht, also insgesamt vier. Die Jahrgänge fünf und sechs stehen im Zeichen der Orientierung. Vom siebten Jahrgang an wird es speziell. Dann müssen sich die Sportschüler für eine der Profilsportarten entscheiden. Das sind zurzeit Handball, Schwimmen, Tennis, Triathlon und Volleyball. Zudem wird ein naturwissenschaftlicher Schwerpunkt gesetzt.
Kernpunkt der jüngsten Vereinbarung ist die Aufgabenverteilung zwischen Schule, Verbänden und Vereinen. Schulleiter und Lehrkräfte tragen die pädagogische Verantwortung. Die zweistündige trainingsspezifische Ausbildung obliegt den Vereinen und Verbänden. Konkret heißt das: Die kooperierenden Verbände/Vereine stellen qualifizierte Übungsleiter (mindestens B-Trainerausbildung) zur Verfügung.
Diese organisieren in Abstimmung mit der Schule ein Trainingsprogramm für den zweistündigen Unterricht in den Profilsportarten. Offiziell handelt es sich um eine Arbeitsgemeinschaft.

Schulleiter Volpert betonte, dass sein Gymnasium natürlich kein Sportgymnasium im klassischen Sinne sei. Ziel sei es, sportlich begabte und begeisterte Schüler an der Schule zu konzentrieren, um so ihre Talente möglichst optimal zu fördern sowie Schule und Training effizient zu koordinieren. Sprach‘s, hob das Sektglas und unterzeichnete den Vertrag. Wohl wissend, dass die eigentliche Arbeit erst jetzt beginnt.
Das sind die beteiligten Verbände und Vereine: Handballverband Niedersachsen, Landesschwimmverband Niedersachsen, Niedersächsischer Tennisverband, Niedersächsischer Volleyballverband, DJK Blau-Weiß Hildesheim, Eintracht Hildesheim, TuS Grün-Weiß Himmelsthür, TSV Giesen, MTV 48 Hildesheim, SG Hildesheim.