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Studenten der Fachhochschule HAWK haben sich parallel und gemeinsam Gedanken über ein Plakat zum Michaelis-Jubiläum 2010 gemacht. Im Mittelpunkt stehen, gleiten oder fliegen Engel. Als Figuren, goldene Blätter oder Glitzerspur. "Die Engel fliegen tiefer, das Michaelis-Jubiläum rückt näher", scherzte der Kulturdezernent Dirk Schröder.
Auch Plakate und Postkarten sollen für das Jubiläumsjahr werben. Schröder eröffnete in der Rathaushalle eine Ausstellung von Plakat-Entwürfen dazu, darunter auch die Arbeit, die sich durchgesetzt hat: Livia Baum, Studentin der HAWK, stellte Texte über Engel in geheimnisvoll wirkende Räume und vor Fassaden – alle rund um Sankt Michael. Ihre Professorin Barbara Kotte zeigte sich angetan von dieser Arbeit und anderen. Vor allem aber vom Arbeitsprozess. Wie die Studenten versucht haben, Engel auch in Problemgebieten der Stadt sichtbar zu machen, oder zumindest auch dort ihre Spuren zu sehen. Unvergesslich werde vielen ihrer Studenten die Nacht in der dunklen Michaeliskirche bleiben, in der man in Schlafsäcken auf dem Boden gelegen und Details der Decke mit Taschenlampen-Licht hervorgehoben habe.
Profitiert von dem Projekt haben auch Schüler aus dem 12. Jahrgang des Gymnasiums Himmelsthür. Ihr Lehrer Rolf Behme freute sich über die Zusammenarbeit mit der HAWK: Studenten seien in die Schule gekommen und hätten die Schüler ausgebildet . Diese wiederum konnten nicht nur sehen, wie Künstler so arbeiten, sondern auch eigene Ideen einbringen. Davon recht viele, lobte Pastor Dirk Woltmann. Die Michaelisgemeinde habe sich bewusst dafür entschieden, das Jubiläum nicht im stillen Kirchlein zu feiern, sondern in die Öffentlichkeit zu gehen. Projekte der Zusammenarbeit seien ein wesentlicherTeil des Festes. Die Gemeinde sei offen für Impulse von außen, "besonders wenn es so schöne Impulse sind."
Offen für Impulse waren auch die Schüler. Zum Beispiel Pia Krummland. Der Vater der 19-Jährigen ist Hannover-96-Fan, und so findet sich der Anfang der dortigen Vereinshymne "Alte Liebe" prompt zentral auf Pias Plakat wieder. Nicola Sarstedt (18) hat ihren Entwurf ebenfalls schnell entdeckt: Er zeigt ein großes Ei. Sie sieht das als Symbol der Wiedergeburt und eines neuen Anfangs. Und das treffe ja auch auf die eben restaurierte Kirche Sankt Michael zu.
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