Mode heute 2009



Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums präsentieren eigene Kreationen

Modemekka Himmelsthür: Von Zuckerpuppe bis Froschkönig
© Kehrwieder am Sonntag, 14.06.2009| Lothar Veit

Hildesheim. Mailand und Paris können sich warm anziehen. Aber am besten mit Mode aus Himmelsthür. „Eine tolle Show!“, „begeisternde Kleider“, „super abwechslungsreich“, so die einhellige Meinung der am Mittwochabend zahlreich erschienenen Besucher nach der Modenschau „Mode heute“ des Gymnasiums Himmelsthür. Die Hildesheimer Rathaushalle war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Besucher applaudierten gern und lautstark den Schülern der zehnten, elften und zwölften Klassen. Diese präsentierten selbstbewusst ihre im Kunstunterricht entworfenen Kleider zum Thema „Märchen, Mythen, Monster“.

Eröffnet wurde die Modenschau von Bürgermeister Henning Blum, der Hildesheim als eine modebewusste Stadt bezeichnete und die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums sowie die vielen Gäste gern im Rathaus begrüßte. Dem Organisator und Kunstpädagogen Rolf Behme bekundete er Respekt für das imposante Aufgebot.

Dann begann die bunte Schau. Verschiedene Märchenfiguren wurden von den 75 als Models beteiligten Schülerinnen und Schülern mit ihren Kleidern dargestellt. Insgesamt zeigten sie 95 Kleider. Aus Materialien wie Kunststoff, Seide, Leinen, Pappe, Metall, Kunstleder, Watte, Backpapier und Schaumstoffhaben die Schüler, häufig in Gruppenarbeit, ansprechende, auch schrille und zugleich tragbare Mode produziert. Manche Kreation konnte sofort als Rotkäppchen oder Froschkönig zugeordnet werden, andere wiederum erschlossen sich erst nach genauer Betrachtung in ihrem Bezug zum Thema. Gerade das machte einen Teil der Faszination aus, das Staunen und das Zuordnen im Zusammenspiel mit der gelungen ausgewählten und angemessen lauten Musik sowie der die Kleider in Szene setzenden Lichtregie. Und dazu kam die Choreografie: Einige hatten eine besondere Bühnenshow eingeübt, die sie überzeugend vorführten, manche gingen geradewegs die ideal geeignete große Treppe des Rathauses hinab, ohne nach links oder rechts zu schauen. Sie wollten ihr Kleid „sprechen lassen“.

Als Dornröschen hatte sich Julia Münchhoff gekleidet. Dazu ließ sie sich von der Schneidermeisterin des Stadttheaters in die große Kunst der Anfertigung eines Tütü einweisen. Sie wurde vom Publikum mit großem Interesse betrachtet. Laura Schönjahn hatte sich aus Watte ein Kleid produziert, das sie Zuckerpuppe genannt hat. Sehr schwer zu bändigen ist Backpapier, wenn man es wesensfremd nutzt, so wie es Gina Stibbe und Jana Hahn – als Rapunzel – verwendeten. Ganz anders ist die Variante der Rapunzel von Cintia Hortolanyi umgesetzt worden. Sie hat sich gemeinsam mit Max Bode, hier als Froschkönig, fotografieren lassen.

Nach der begeisternden Modenschau folgte das Finale, zu dem sich alle Schülerinnen und Schüler im Rathaus entlang des Catwalks aufstellten und sich ein letztes Mal den Gästen präsentierten und den Beifall genossen. Sie dankten ihrem Lehrer Rolf Behme, dieser wiederum gab den Dank für die „hervorragenden Leistungen“ an die Schülerinnen und Schüler zurück. Ein wunderschöner Abend im Rathaus Hildesheim!




Fotos [2] Nadine Halke