Jg 12 Tanzstudien

Tanz - Tanz - Tanz LK 12 | 2002

Rolf Behme

Der Kunst – Leistungskurs 12 bearbeitete nach den Herbstferien 2002 eine Praxisaufgabe
zum Thema TANZ. Ziel der A ufgabe war es,TANZ mit malerischen Mitteln so darzustellen,
dass die dem TANZ innewohnende Bewegung zum zentralen Anliegen der Gestaltung wird. Darüber hinaus galt es, das die Bewegung auslösende Musikalische, den „Sound des TANZES“, durch das Bild zu „transportieren“.
Zur Darstellung von Bewegung hält die Bildende Kunst eine reiche Palette an Möglichkeiten
bereit, beispielsweise
das fließende Stürzen – schwebende Figuren im Raum,
die Bewegungssuggestion – der prägnante Moment,
den Bewegungsprozess – Dokumentation im Phasenverlauf,
die Geschwindigkeit – Deformierung des Subjektes wie seiner Umgebung,
die Bewegungsspuren – Malspuren,
die allerdings nicht per se für die spezifischen Bewegungen des TANZES dienen, also ein besonderes gestalterisches Fingerspitzengefühl beim Malprozess in Bezug auf die charakteristischen Merkmale des Phänomens TANZ einfordern.
Zudem sollten die sinnliche Körpererfahrungen des Betrachters, insbesondere andere
körperliche Erfahrungsebenen als die visuellen, angesprochen werden.
An Exponaten der Futuristen oder dem Bild „Der Tanz“ von Henri Matisse lässt sich sehr wohl eine Analogie der visuellen Bildkräfte zu akustischen Klängen nachweisen.
Solch synästhetische Phänomene sind uns auch aus dem Alltag bekannt, beispielsweise zieht sich der Speichel beim Anschneiden einer Zitrone im Mund zusammen, wirkt sich also die Inanspruchnahme eines Sinnes auf einen anderen aus.