Anna-Maria Kopp liest am Besten

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50. Wettbewerb des Börsenvereins des deutschen Buchhandels in der Stadtbibliothek Hildesheim
© HAZ 12.2.2009 | ask

"Zur Vorbereitung habe ich immer meiner Klassenkameradin vorgelesen", strahlte Anna-Maria Kopp. Gerade hatte die elfjährige Schülerin vom Gymnasium Himmelsthür den Vorlesewettbewerb "Alle mal herhören!" gewonnen. Sie konnte die Jury mit ihrer lebendigen Art zu lesen am meisten überzeugen.

Ob Abenteuerroman, Kinder-Krimi oder Schulgeschichten: Seit genau 50 Jahren initiiert der Börsenverein des deutschen Buchhandels den Wettbewerb in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und sonstigen kulturellen Einrichtungen.
An der Hildesheimer Endausscheidung in der Stadtbibliothek nahmen insgesamt acht Mädchen und zwei Jungen teil. Dafür wurden sie zuerst von ihrer Klasse gewählt, dann von ihrer Schule. Anmelden durften sich alle Schüler aus den sechsten Klassen.

Die Leseexperten haben auf Flüssigkeit und Betonung geachtet. "Aber auch die Mimik ist entscheidend. Anna-Maria war wirklich cool, hat zwischendurch auch einen Blick ins Publikum geworfen", begründete Jury-Mitglied Rainer Rilke das Urteil. Sie habe bewiesen, dass sie sich schnell einen Überblick über ihren Text aneignen könne. Das wäre vorausschauendes Lesen. Nur so könne man die Figuren zum Leben erwecken und die Handlung eines Buches authentisch wiedergeben. In der ersten Runde wurde ein selbst ausgesuchter Text gelesen. Die Zeitvorgabe lag zwischen drei bis fünf Minuten. Davor führte jeder Teilnehmer in freier Rede die Zuhörer in die Handlung ein.

Dieser Teil ist sozusagen die Pflicht. Hier konnte die Jury erste Vergleiche ziehen. Nach einer kurzen Beratung folgte die Kür - ein unvorbereiteter Text, in dem die jungen Vorleser sich in ihrer Kunst beweisen können. Natürlich fiel die Entscheidung nicht leicht, es ging um Nuancen. Anna-Maria brachte das gewisse Etwas mit und darf sich als Nächstes im Bezirksentscheid Hannover beweisen.

Alle Teilnehmer erhielten zum Abschluss eine Urkunde und, damit ihnen ja nicht der Lesestoff ausgeht, einen Bücherpreis.