Fachgruppe Deutsch

Herr Becker
Frau Buck
Herr Buttler
Frau Dahling
Frau Deppe
Frau Diers
Herr Gehrz
Herr Hübner (Fachobmann)
Frau Hüsemann
Frau Jacob
Herr Juraschek
Frau Knabe
Herr Kretschmann
Frau Kronacher
Herr Kruse
Frau Kuhl
Herr Nuss
Herr Pihet
Frau Westerdorff
Frau Wiesehan
Frau Will
Herr Winter
Frau Wrede

Referendare

Herr Streve

Schulinternes Curriculum

Formalia im Fach Deutsch

„Wer nie Deutsch gelernt hat, macht sich keinen Begriff, wie verwirrend diese Sprache ist. Es gibt ganz gewiss keine andere Sprache, die so unordentlich und systemlos daherkommt und dermaßen jedem Zugriff entschlüpft. Aufs Hilfloseste wird man in ihr hin und her geschwemmt, und wenn man glaubt, man habe endlich eine Regel zu fassen bekommen, die im tosenden Aufruhr der zehn Wortarten festen Boden zum Verschnaufen verspricht, blättert man um und liest: Der Lernende merke sich die folgenden Ausnahmen ... "                                                    (Mark Twain: Die schreckliche deutsche Sprache)

Na, ganz so schlimm, wie Mark Twain 1878 über die deutsche Sprache geurteilt hat, ist sie ja nicht, und außerdem gibt es ja zum Glück den...

Deutschunterricht am Gymnasium Himmelsthür

Derzeit unterrichten 12 Lehrerinnen und 9 Lehrer das Fach Deutsch am Gymnasium Himmelsthür:
Ingo Becker, Judit Buck, Jens Buttler, Cornelia Dahling, Cordula Deppe, Dietke Diers, Ulrich Gehrz, Stefan Hübner, Helga Hüsemann, Ines Jacob, Bernd Juraschek, Meike Kronacher, Andreas Kruse, Janette Kuhl, Alexander Nuss, Rene Pihet, Silvie Westerdorff, Bianca Wiesehan, Renate Will, Bernd Winter, Eva Wrede.
Die Fachgruppe Deutsch wird geleitet von Herrn Hübner.

Der Deutschunterricht findet in den Jahrgängen 5 bis 9 vierstündig und in Klasse 10 derzeit dreistündig statt. Nach der (Wieder-)Einführung von G9 machen die Schülerinnen und Schüler der unteren Jahrgänge (5 bis 8) ihr Abitur nach 13 Jahren - und nicht mehr wie bisher nach 12 Schuljahren. In der Qualifikationsphase (Oberstufe: Jahrgang 11 und 12) wird Deutsch vierstündig auf grundständigem und erhöhtem Anforderungsniveau bis zum Abitur unterrichtet. Zusätzlich können Schülerinnen und Schüler hier einen Kurs in „Kreativen Schreiben" belegen. Nach der Einführung des Zentralabiturs im Schuljahr 2006/07 werden die Schüler nun auch auf die länderübergreifenden Abituraufgaben (eingeführt 2013/14) vorbereitet.   

Mehr Informationen hierzu unter: http://www.nibis.de/nli1/gohrgs/13_zentralabitur/jahresuebersichten/za_uebersicht_2014.htm

 

Im Rahmen des Deutschunterrichts nehmen die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Himmelsthür an Vorlesewettbewerben, Autorenlesungen und Theaterbesuchen teil.

 

„Deutsch? Das kann doch jeder! ..." - Sinn und Ziele des Deutschunterrichts

Deutsch ist ein Fach, das dem Namen nach allzu schnell als anspruchslos und unerheblich erscheinen mag. Denn Deutsch kann schließlich – so hört man es zumindest immer wieder – eigentlich jeder.
Aber hinter diesem Sammelbegriff verbirgt sich eine Fülle von Inhalten und Kenntnissen, von Methoden und Strategien, von Texten und Medien, so dass das Fach zu Recht einen Anspruch darauf erhebt, einen wesentlichen Beitrag zur Allgemeinbildung und Persönlichkeits-entfaltung junger Menschen zu leisten. Die Vielfalt der Textsorten und die Vielfalt der Herangehensweisen machen es möglich, Fähigkeiten des Verstehens und Verständigens auf verschiedenen Ebenen zu entwickeln und zu fördern.
So setzen beispielsweise Kommunikation, d.h. das sprachliche Handeln miteinander, und Argumentation, d.h. das begründete Vertreten eigener Positionen in Auseinandersetzungen, als Grundlagen (gelingenden) menschlichen Zusammenlebens die Fähigkeit zum Perspektivwechsel, Abwägen von Handlungsmöglichkeiten und Wertentscheidungen ebenso voraus wie ein angemessenes Ausdrucksvermögen. Diese Fähigkeiten werden im Deutschunterricht im Umgang mit literarischen und pragmatischen Texten entwickelt und trainiert. Insbesondere die Auseinandersetzung mit literarischen Texten aus verschiedensten Epochen liefert dabei Einblicke in das Denken und Verhalten von Menschen zu ihrer jeweiligen Zeit, ermöglicht Zugänge zu (möglicherweise unerahnten) Weltsichten und hilft, eigene Positionen und Werte zu gewinnen und zu begründen.
Daneben vermittelt das Fach Deutsch grundlegende Arbeitstechniken und Methoden, die beispielsweise hinsichtlich der Texterschließung und –erörterung über den Deutschunterricht hinaus und bis zum Abitur relevant sind.
In der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit und der Allgegenwart solcher Medien, die genaues Lesen zu einer kaum noch notwendigen Kompetenz verkommen zu lassen drohen, haben sich die Kollegen außerdem das Ziel gesetzt, den Schülern einen Zugang zu Literatur als Kulturgut zu schaffen und ihnen dadurch Mut zu machen, auch über den Deutschunterricht hinaus Bücher zur eigenen Bereicherung aufzuschlagen und zu lesen. Das Fach will damit auch auf eine Teilnahme am kulturellen Leben vorbereiten, die zur persönlichen Bereicherung werden kann.

Kompetenzbereiche des Faches Deutsch

Sprechen und Zuhören

Das Wort gehört zur Hälfte dem, welcher spricht, und zur Hälfte dem, welcher hört." (Michel de Montaigne)

Hier geht es um mehr als um gedankenloses Darauflosreden. Meinungsbeiträge sollen zunehmend begründet sowie sprachlich angemessen und grammatikalisch korrekt gestaltet sein und zum Thema passen. Ebenso geht es bei der Fähigkeit des Zuhörens um (kritische) Einschätzung des Gesagten, deutliches Bezugnehmen auf oder Abgrenzen von Diskussionsbeiträgen, um Fragen (auch Nach- und Hinterfragen), um Überprüfen, um Abwägen der Beiträge.
Sprechen und Zuhören sind dabei auch auf Textvorträge und szenisches Spielen zu beziehen.

Schreiben

Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen." (Mark Twain)

Sicher gehört die Rechtschreibung zu einer der Grundfähigkeiten, die im Deutschunterricht erworben werden soll, denn diese ist nicht zuletzt im Berufsleben ein Aushängeschild der eigenen Fähigkeiten (spätestens nämlich bei der Zeichensetzung kapituliert ein Rechtschreibprogramm und ist das Wissen des Schreibenden gefragt).
Aber Schreiben im Deutschunterricht meint über das Setzen von Buchstaben und Zeichen hinaus auf der einen Seite auch das kreative und produktive Schreiben, wenn es beispielsweise um das Füllen von Leerstellen in literarischen Texten oder Perspektivwechsel geht, auf der anderen das methodisch planvolle Verschriftlichen von Textuntersuchungen oder von Auseinandersetzungen mit Problemstellungen sowie das Überarbeiten eigener und fremder Texte. Damit all dies gelingen kann, muss der Schreibende auf die Kenntnis von Aufbau und Anlage der unterschiedlichen Textprodukte zurückgreifen und ihre Kriterien bei der eigenen Gestaltung anlegen können. Dabei erweist sich eine Treffsicherheit in der Begriffswahl und eine Kenntnis der Fachterminologie als unablässige Voraussetzung.
Schreiben setzt also – wie das Sprechen – Denken voraus!

Lesen

Lesen ist gelenktes Schaffen." (Jean-Paul Sartre)

Lesen meint sicher immer auch stilles Lesen von Texten. Lesen meint im Zusammenhang mit dem Deutschunterricht aber auch die Anwendung von Lesestrategien zur Gliederung von Texten und zum Erschließen argumentativer und logischer Zusammenhänge. Lesen meint immer auch genaues Lesen, das ausgehend von den zugrundeliegenden Texten ein vertieftes Verstehen ihres Gehalts zum Ziel hat. Dabei wird oft übersehen, dass verstehendes Lesen im Leser die Bereitschaft voraussetzt, sich auf die Gedankengänge des Textes einzulassen, diese „nachzudenken".
Da als Texte im Deutschunterricht nicht nur literarische, sondern auch Sachtexte sowie die verschiedensten Medien gelten, wird unter Lesen der (kritische) Umgang mit Texten und Medien sowie deren Analyse verstanden. Lesen schließt damit sowohl die Kenntnis der Textsorten und die Fähigkeit ihrer Unterscheidung als auch die fachgerechte Beschreibung ihrer Merkmale ein.

Nachdenken über Sprache

Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt." (Wittgenstein)

Das Nachdenken über Sprache erstreckt sich auf das Beobachten und Beschreiben sprachlicher Besonderheiten, die sich zum Beispiel im Unterschied zwischen gesprochener und geschriebener Sprache zeigen. Auch das Funktionieren unserer Sprache, das zum Beispiel die Kenntnis der Satzglieder und Wortarten und deren Leistung voraussetzt, aber auch die Möglichkeiten des bildlichen Sprechens einbezieht, ist Gegenstand dieses Nachdenkens über Sprache.
Darüber hinaus bedeutet das Nachdenken über Sprache, sprachliche Äußerungen aller Art – d.h. literarische Texte, Kommunikation des Alltags, Zeitungsartikel, Werbung, politische Äußerungen etc. – in Verwendungszusammenhängen zu verstehen, also ihre Absichten und Ursachen zu ermitteln oder die Texte als Reaktion auf bestimmte Anlässe zu begreifen und kritisch zu bewerten. Dazu gehört die Textanalyse, die die rhetorische Gestaltung und grammatikalische Besonderheiten beschreibt und in ihrer Funktion für inhaltliche Aussagen erklärt.