Sustainable European Citizenship (SEC) ist ein mit EU-Mitteln gefördertes 2 jähriges Gemeinschaftsprojekt der vier Gymnasien Kallaveden Lukio, Kuopio Finnland, Lycée Cordouan, Frankreich, Instituto de Educación Secundaria "LOS ALBARES", Cieza (Murcia) Spanien und dem Gymnasium Himmelsthür, die sich mit ökologischen Problemen und Veränderungen, den wichtigsten dazu beitragenden Faktoren sowie ihren Effekten beschäftigt. Im Zentrum der Arbeit, von August 2008 bis August 2010, sollen die Ideen der in der Partnerschaft zusammen arbeitenden jungen Menschen zur Abmilderung jetziger und zukünftiger Konsequenzen stehen.
Das Programm beginnt mit einer Berechnung des ökologischen Fußabdrucks der vier beteiligten Schulen, um den Lernenden bewusst zu machen, welchen Einfluss sie im Einzelnen auf die Natur haben. Danach wird sich jede Schule auf ihre lokalen Besonderheiten konzentrieren: Spanien auf Wassernutzung und –verfügbarkeit, Deutschland auf Luftverschmutzung, Recycling und nachhaltige Energienutzung, Frankreich auf den Küstenschutz vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Nutzung und Finnland auf nachhaltige Forstwirtschaft. Alle Ergebnisse werden auf einer gemeinsamen Internetkooperationsplattform und einer Internetseite ausgetauscht und veröffentlicht. Schließlich wird ein Ratgeber Sustainable European Citizenship mit einem Glossar zu den wichtigsten Fachbegriffen in allen vier beteiligten Sprachen auf Recyclingpapier publiziert. Der Ratgeber ist ein Leitfaden zum nachhaltigen Verhalten im Alltag mit dem Ziel des Erhalts der ökologischen Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes und sozialer Gerechtigkeit in einem gemeinsamen Europa.
Die Arbeit in den vier Schulen wird auf ihr jeweiliges Kurrikulum sowie ihre unterschiedlichen Organisationsformen abgestimmt. Alle Schulen werden ihr Vorgehen koordinieren und ihre Resultate austauschen. Die Schülerschaften fungieren sowohl als Basis für die praktische Arbeit als auch als Akteure für die Verbreitung der Ergebnisse bzw. Ideen, die aus dem Programm resultieren.
Sustainable European Citizenship umfasst kontinuierliche Arbeit an den Schulen, regelmäßige Onlinekontakte über die gemeinsame Internetkooperationsplattform sowie vier Schüler- und Lehrertreffen an jeder der vier beteiligten Schulen.
Ziele
Bildung von Umweltbewusstsein; Verständnis der Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung; Erzielen intrinsischer Motivation zur lösungsorientierten Arbeit an den projektspezifischen Aspekten wie Konsumverhalten, Wasserverfügbarkeit, natürliche Ressourcen, Recycling, Umweltverschmutzung und Klimawandel, Umweltschutz und neue Energiequellen; Kennen lernen, kritische Reflektion und Vergleichen verschiedener Kulturen, Lebensweisen und Schulsysteme; Förderung interkultureller und kommunikativer Kompetenzen; Fremdsprachenkompetenzen ausbauen; eigenständiges Lernen initiieren; Ausbau von IT Kompetenzen.
Geplante Aktivitäten
Ökologischer Fußabdruck; Planung, Durchführung und Auswertung von Umfragen; Arbeitstreffen mit Präsentationen zu den Themen lokale Besonderheiten, Schulsysteme, etc; Arbeit an Homepage und Ratgeber; Sponsorenlauf à ggf. Einführung von Mülltrennung; Planung und Durchführung verschiedener (Kunst-)Ausstellungen; Aufbau und Pflege einer Comeniusecke; Auswertung und Evaluation statistischer Daten; Exkursionen und Besichtigungen; Diskussionsforen und –runden; Workshops zu verschiedenen Teilgebieten (u.a. Ökologische Mythen).
Produkte
Alle Zwischen- und Endergebnisse werden auf einer gemeinsamen Internetseite sowie mittels Ausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zudem soll ein Handbuch mit Glossar erscheinen (s.o.).
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