Wo viel Licht ist, da ist viel Schatten

- Werkschau des Kreativprofils am 29.05.2017 -

„Licht und Schatten“ lautete das diesjährige Thema, mit dem wir uns im Kreativprofil in den Fächern Kunst, Musik und Darstellendes Spiel in ganz unterschiedlicher Weise beschäftigt haben.

Am 28. Mai war es soweit. Achtzig aufgeregte Schülerinnen und Schüler präsentiert Eltern, Verwandten, Freunden und Mitschülern die Ergebnisse ihrer Arbeiten in einer Werkschau.

Hierfür fanden zuvor intensive Proben statt und die Pausenhalle und Kunsträume wurden zeitaufwändig vorbereitet.

In einer sommerlichen Atmosphäre nahm die Veranstaltung nach einer Begrüßung der Schulleitung durch Herrn Lauter mit einem Klaviervorspiel von Angelina Gontschar und Marliin Reichardt ihren Auftakt.

Das sich anschließende Schauspiel „Auf der Suche nach dem verlorenen Schatten“ wurde von den Schülerinnen und Schülern des Darstellenden Spiels in Anlehnung an Adelbert von Chamissos Märchenerzählung „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“ entwickelt. Das dreißigminütige Stück thematisierte die Bedeutung des Schattens für den Menschen.

Nach einer Lautcollage zu Begriffen aus den Wortfeldern „Licht“ und „Schatten“, die standbildartig und chorisch erfolgte und einem Dialog zwischen Chor und Sprecher zur Frage, was der menschliche Schatten ist, begann die szenische Handlung mit dem Pflanzen einer magischen Blume, die den Raub von Schatten ermöglichte. Die sich anschließende Hochzeitsszene verdeutlichte, weshalb das Fehlen des Schattens problematisch ist. So wollte die Braut Marie ihren Bräutigam Peter ohne Schatten nicht heiraten und man begab sich auf die Suche in den Zauberwald, in dem man das Schattenreich mit den gefangenen Schatten vermutete. Hier tanzten die Schatten einen wilden Tanz und brachten ihre Aufseher zur völligen Erschöpfung. Peter holte seinen Schatten zurück, auch andere Schatten konnten befreit werden und der Bann des Schattenreiches wurde durch die Vernichtung der Blume gebrochen.

Für den zweiten Teil der Veranstaltung hieß es für das Publikum den Sitzplatz in der Pausenhalle zu verlassen und sich den Kunsttrakt zu begeben. Begleitet wurde dieser Gang durch das Musikprofil, das gekonnt das Treppenhaus beschallte.
Im Kunsttrakt selbst konnten die im Fach Kunst erarbeiteten Schwarzlichtinstallation und Schattentheatervorführung bestaunt werden. Einige Schüler stellten eine Schwarzlichtinstallation vor. Hierbei verdeutlichen sie zunächst ihre Arbeitsweise anhand einer Videopräsentation, die auf dem Wohldenberg entstanden war und bereits die Magie des Schwarzlichttheaters spürbar werden ließ. In dem extra abgedunkelten Raum erfolgte nun die Life-Schwarzlichtinstallation. In absoluter Stille sah das Publikum magische und zauberhaft mit Musik untermalte Bewegungen und Figuren.

Mit Hilfe eines Tageslichtprojektors wurden in einem anderen Raum eindrucksvolle Schattentheaterstücke gezeigt. Die Schülerinnen hatten hierfür Figuren aus Papier gestaltet, die, auf Holzspießen befestigt, szenisch agierten und deren Schatten auf der Leinwand zu betrachten war. Die Geschichten, die ihre Figuren in den gezeigten Szenen erlebten, hatten die Schülerinnen selbst geschrieben und beruhten auf Erzählungen aus dem Deutschbuch.

Begleitet wurde dieser Teil der Veranstaltung durch Trommelklänge der Schüler des Faches Musik. Sie präsentierten zum Abschluss einen von ihnen vertonten Charly Chaplin-Film.

Nach einem langen Schultag, konnten sich alle Teilnehmer über eine erfolgreiche Veranstaltung freuen. Wir sagen allen Teilnehmern und helfenden Händen: „Danke für Ihr/euer Engagement!“, und freuen uns auf ein kreatives Schuljahr 2017/18!

Judith Buck, Dietke Diers, Carla Grundmeier und Heide Junker

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© Text: Diers, Fotos: Flöter, Junker